01. Oktober 2018 - Die richtige Katzenstreu finden.

Katzenstreu und SchäufelchenFür ein sauberes Wohlfühl-Katzenklo ist eine gute Einstreu ein Muss. Nur dann entwickeln sich keine unangenehmen Gerüche und die Katze benutzt ihr Klo auch wirklich gern. Doch auch der Katzenhalter sollte mit der Streu zufrieden sein. Es gilt also, die verschiedenen Eigenschaften von Katzenstreu zu kennen und gut abzuwägen, damit man die beste Streu für seine Ansprüche findet.

Die Suche nach der perfekten Streu ist nicht einfach, wenn man alles beachten will. Natürlich kann man auch zur nächstbesten Streu im Supermarktregal greifen, doch den meisten Katzenhaltern liegen ihre Samtpfoten so sehr am Herzen, dass eben auch die Katzenstreu perfekt sein soll. Deshalb können Sie in diesem Artikel alle Sorten von Katzenstreu kennenlernen, die Vor- und Nachteile erfahren und noch viele weitere nützliche Informationen rund ums Thema Katzenstreu erhalten.

Um die perfekte Streu zu finden, stehen vor allem folgende Fragen im Fokus:
  • Wie gut bindet die Streu Gerüche?
  • Wie schwer ist die Streu?
  • Ist die Staubbildung niedrig?
  • Klumpend oder nicht klumpend?
  • Wie hoch ist der Preis?
  • Ist die Streu umweltschonend?
 

Die verschiedenen Arten von Katzenstreu

Mineralische Katzenstreu ohne Duftstoffe


Die am Häufigsten verwendete Katzenstreu besteht aus Tonmineralien und wird im Tagebau gewonnen - für die Umwelt leider alles andere als gut. Dennoch hat die mineralische Katzenstreu zwei große Vorteile: Sie ist nahezu überall erhältlich und kostengünstig. Außerdem gibt es sie in klumpend und nicht klumpend. Die klumpende Variante von mineralischer Katzenstreu ist besonders ergiebig und hält deshalb lange.

Nachteilig wirkt sich aus, dass mineralische Streu ein hohes Gewicht hat und sehr staubig ist. Gerade beim Einfüllen ist diese Staubentwicklung nicht zu unterschätzen, es kann zu Augen- und Atemwegsreizungen kommen oder sogar Allergien auslösen - beim Mensch als auch beim Tier. Außerdem ist diese Streu nicht biologisch abbaubar und müsste im Sondermüll landen. Leider entsorgen die meisten Katzenhalter die Streu dennoch im Hausmüll.
 

Mineralische Katzenstreu mit Duftstoffen


In ihren Eigenschaften ist diese Katzenstreu völlig identisch mit der duftlosen Variante. Doch die zugesetzten Duftstoffe sorgen für einen besonders angenehmen Geruch. Menschen mit empfindlicher Nase, die den Geruch der Katzenhinterlassenschaften nicht gut vertragen, greifen gerne zu dieser Variante. Es gibt den eher neutralen Babypuderduft, aber auch Duftnoten wie Lavendel oder Vanille.

So angenehm diese Düfte für den Katzenhalter auch sein mögen, für die Katze sind sie meist eine Belastung. Der Geruchssinn von Katzen ist dreimal so sensibel wie der des Menschen. Ein unnatürlicher Duft in der Streu kann deshalb nicht nur zur Ablehnung des Katzenklos führen, sondern auch zu allergischen Reaktionen. Manche Katzen haben allerdings keine Probleme mit der Duftstreu. Hier gilt: ausprobieren.
 

Katzenstreu aus Silikat


Silikatstreu ist sehr effektiv und dementsprechend teuer. Sie besteht aus verschiedenen Zeolith-Arten und schließt Flüssigkeit dank ihrer vielen Hohlräume besonders gut ein. Nach einiger Zeit verdunstet der Urin, weshalb das Silikat immer wieder Flüssigkeit neu aufnehmen kann. Dadurch wird auch der Geruch sehr gut gebunden. Und im Gegensatz zu anderen mineralischen Katzenstreu-Sorten hat es ein relativ geringes Gewicht und wenig Staubentwicklung, was Transport und Einfüllen komfortabler macht.

Damit Silikatstreu seine Funktion erfüllen kann, sollte es hin und wieder umgewälzt werden, es können sonst Pfützen im Katzenklo entstehen. Außerdem klumpt es nicht und muss deshalb viel häufiger komplett gewechselt werden als Klumpstreu. Manche Mieze lässt sich von den kleinen Kugeln auch dazu verführen, sie zum Spielen zu benutzen und sie in der ganzen Wohnung zu verteilen.
 

Katzenstreu aus Naturfasern


Sogenannte natürliche Streu hat den großen Vorteil, dass sie vollständig biologisch abbaubar ist, denn sie besteht aus Holz- oder Altpapierfasern, Stroh oder anderen pflanzlichen Materialien. Deshalb ist diese Katzenstreu sehr umweltschonend, egal ob in klumpender oder nicht klumpender Form. Denn die Klumpung wird bei Naturfaser-Streu nicht durch chemische Zusatzstoffe erreicht, sondern durch natürlich gewonnene Bindemittel. Katzenstreu aus Naturfasern ist eine sehr ökologische Lösung und ist besonders bei umweltbewussten Katzenhaltern beliebt.

Naturfasern stauben kaum und sind sehr leicht - ein großes Plus für den Heimtransport und beim Einfüllen ins Katzenklo. Sie bindet Gerüche gut und bei der klumpenden Variante bleibt die restliche Streu sauber, das spart Einstreu und wirkt sich positiv auf den Geldbeutel aus. Ein weiterer Bonus: Naturstreu kann im Biomüll entsorgt werden!
 

Katzenstreu aus ganzen Maiskörnern


Ähnlich wie Silikat hat auch diese Einstreu winzige Hohlräume, die den Urin gut aufnehmen und deshalb den Geruch binden. Es ist eine sehr leichte Streu, die fast komplett staubfrei ist. Maiskörner-Streu klumpt sehr gut und ist deshalb ergiebig. Eine ganz spezielle Eigenschaft macht diese Streu zu etwas Besonderes: Bei Kontakt mit Wasser löst sie sich auf und kann deshalb in der Toilette heruntergespült werden. Die Entsorgung im Biomüll ist natürlich auch eine Möglichkeit.

Da Mais ein besonders schnell nachwachsender Rohstoff ist, gilt diese Katzenstreu-Sorte als außerordentlich ökologisch. Allergien sind selten, denn chemische Zusätze werden bei der Herstellung nicht benötigt. Leider ist diese spezielle Streu noch nicht überall erhältlich und oft nur über den Internethandel zu beziehen.
 

Vor- und Nachteile von Klumpstreu


Die Grundsatzfrage nach dem Klumpstreu stellt sich meist gleich zu Anfang, doch es gibt einige objektive Vergleichsmöglichkeiten, um eine informierte Entscheidung zu treffen.

Nichtklumpendes Katzenstreu besteht meist aus Bentonit, Silikat oder Naturfasern und ist in der Regel günstiger als die klumpende Alternative. Allerdings rechnet sich dieser Vorteil ganz anders, wenn man die Ergiebigkeit der Streu einbezieht. Während bei nichtklumpender Streu die Füllung des Katzenklos komplett erneuert werden muss, werden bei Klumpstreu lediglich die verschmutzten Anteile ausgesiebt. Dies geschieht mit einem Schäufelchen, durch dessen Löcher oder Rillen die noch nicht verklumpte Streu rieseln kann. Zurück bleiben nur die Klumpen, die dann entsorgt werden können. Auf diese Weise hält das Klumpstreu oft um ein Vielfaches länger.

Achtung: Lebensgefahr!
Einen bedeutenden Nachteil hat Klumpstreu, wenn junge Kätzchen im Haushalt leben. Da die kleinen Stubentiger erst an die Benutzung des Katzenklos gewöhnt werden müssen, kann es dazu kommen, dass sie die Streu fressen. Verklumpt die Streu dann im Magen der Kitten, kann es gefährliche gesundheitliche Folgen haben. Ist die Streu auch noch sehr feinkörnig, sind zudem verklebte Näschen ein gewisses Risiko.



Wenn Sie die Vor- und Nachteile der einzelnen Katzenstreu-Sorten abgewogen haben und sich zwischen nicht klumpender und klumpender Streu entscheiden konnten, dann haben Sie die beste Katzenstreu für Ihren Liebling gefunden. Natürlich hat in dieser Angelegenheit die Samtpfote das letzte Wort. Denn wie die Streu für Miez riecht und sich unter ihren empfindlichen Pfötchen anfühlt, kann der Mensch zuvor nicht wissen. Doch wird die Katzenstreu dann auch von der Katze abgesegnet, dann sollten Sie der Sorte unbedingt treu bleiben. Katzen sind Gewohnheitstiere und mögen keine Veränderungen. Dies gilt auch für Katzenstreu.

 

Katzenklo-Zubehör


Neben der Streu gibt es noch einiges an nützlichem Zubehör, über dessen Anschaffung sich nachzudenken lohnt. Schmutzfangmatten sind beispielsweise eine intelligente Lösung, wenn der Stubentiger immer wieder Streureste an den Pfötchen aus dem Katzenklo trägt. Manche Katzenhalter finden auch einen eigenen Abfalleimer sinnvoll, um die entfernte Katzenstreu bis zur Entsorgung aufzubewahren.
Schäufelchen
Hier gibt es unzähliche Designs und welches schlussendlich erworben wird richtet sich nach dem Geschmack des Katzenhalters. Wichtig ist nur, dass bei Verwendung von Klumpstreu unbedingt Rillen oder Löcher vorhanden sind, durch die die lose Streu rieseln kann. Ob man die billige Variante aus Kunststoff oder langlebigere Variante aus Metall anschafft, ist ebenfalls eine Entscheidung, die zu treffen ist.

Desinfektionsmittel
Im Normalfall ist eine spezielle Desinfektion des Katzenklos nicht nötig, doch bei kranken Tieren kann es sinnvoll sein. Nach der Komplettreinigung kann das Desinfektionsmittel aufgetragen werden, besonders komfortabel ist dabei ein Spray. Bevor die neue Katzenstreu eingefüllt wird, sollte das Desinfektionsmittel gut getrocknet sein.

Geruchsbinder und Deodorants
Neben den Streu-Sorten, die bereits beduftet sind, hält der Fachhandel auch Deodorants für das Katzenklo bereit. Hier gilt das selbe wie bei der Duft-Streu: Die chemischen Inhaltsstoffe können die Atemwege der Katze reizen und sogar zu Allergien führen. Biologische Alternativen gibt es zwar, doch diese kosten in der Regel sehr viel mehr. Man muss bedenken, dass Deodorants die unangenehmen Gerüche nur überlagern, nicht neutralisieren. Um die Gerüche zu neutralisieren gibt es Geruchsbinder, die nach nichts riechen, aber dennoch zweifelhafte chemische Stoffe enthalten können.

 

Ein Wort zur Toxoplasmose


Der Erreger der Toxoplasmose ist ein Parasit namens Toxoplasma gondii, der auf der ganzen Welt verbreitet ist. Während Vögel und andere Säugetiere lediglich Zwischenwirte sind, ist das Ziel des Parasiten der Katzendarm, denn nur hier kann er sich vermehren. Laut Expertenmeinung sind bis zu 70 Prozent der Katzen mit diesem Erreger infiziert. Ein besonders hohes Risiko besteht bei Freigängern und Katzen, die mit rohem Fleisch gefüttert werden. Es wird daher empfohlen, beim Wechseln der Katzenstreu Handschuhe und Mundschutz zu tragen. Viele Katzenhalter verzichten auf diese Maßnahmen, doch besonders Schwangere sind gefährdet und sollten diese Schutzvorkehrungen in Betracht ziehen, denn Toxoplasmose wird auf das ungeborene Kind übertragen. In jedem Fall ist Hygiene sehr wichtig, wenn es um das Thema Katzenklo und Katzenstreu geht.


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