24. September 2018 - Das perfekte Katzenklo (macht nicht nur die Katze froh)

Im 2. Teil unseres 6-Teilers zum Thema (Un-) Sauberkeit von Katzen machen wir uns auf die Suche nach dem perfekten Katzenklo und überlegen, wo der optimale Aufstellungsort sein könnte... 



Wer das perfekte Katzenklo sucht - und das Beste ist für unsere Samtpfoten ja gerade mal gut genug - der sieht sich einer schier überwältigenden Auswahl an Modellen gegenüber. So sind der Kreativität bei Formen, Farben und Funktionen keine Grenzen gesetzt. Und wo bei der Farbe noch ganz allein der Geschmack des Menschen entscheidend ist, da sollten sich Form und Funktion natürlich nach dem Stubentiger richten. Doch es gibt eine ganze Menge zu beachten bei der Frage nach Haube oder Hop-In, nach hohem oder niedrigem Rand und ob Miez gerne scharrt oder nicht. Der Katzenbesitzer steht also vor der Qual der Wahl und da fällt es nicht immer leicht, aus der Fülle an Angeboten das richtige stille Örtchen für die Katze auszuwählen.

Auf dem Markt der Katzenklos gibt es von schlicht und günstig bis extravagant und teuer so gut wie alles, was das Katzenhalterherz begehrt. Sogar selbstreinigende Toiletten sind zu erwerben, die einem einen Teil der täglichen Arbeit abnehmen. Doch nicht nur bei den Katzentoiletten herrscht verwirrende Vielfalt: Auch die Katzenstreu ist eine Wissenschaft für sich. Hier gibt es unzählige Arten mit den unterschiedlichsten Eigenschaften.

Wir stellen Ihnen in diesem Artikel die gängigen Toilettenmodelle vor und gehen auf alle Vor- und Nachteile ein. Mit diesem Wissen können Sie dann gut informiert eine Entscheidung treffen und Ihrer Katze für ihr Geschäftchen das perfekte Katzenklo bieten. Und am Ende wird es sowieso der Stubentiger sein, dessen Urteil zählt. Denn niemand kann eine Katze zwingen ein Klo zu benutzen, das sie nicht leiden kann.

Das Katzenklo: Verschiedene Modelle und ihre Eigenschaften


Auf die Größe kommt es an...Zu kleines Katzenklo
Neben Form und Design ist vor allem die Größe der Katzentoilette entscheidend. Der Stubentiger sollte sich bequem um die eigene Achse drehen können, um sich auf dem stillen Örtchen wohlzufühlen. Als Faustregel gilt: Ringsherum 10 Zentimeter Abstand sollte Miez zur Außenwand haben. Messen Sie einfach Ihren Liebling vom Kopf bis zum Hinterteil (ohne Schwanz) und addieren Sie 10 Zentimeter, dann haben Sie die perfekten Maße für das Katzenklo.

...und auf die Höhe des Randes.
Wenn Miez gerne scharrt, dann braucht das stille Örtchen unbedingt einen hohen Rand. Ältere Tiere oder junge Kätzchen benötigen jedoch einen niedrigen Einstieg. Gerade bei Kitten kann es vorkommen, dass sie aufgrund eines zu hohen Randes nicht in ihr Klo steigen können und deshalb unsauber sind.

Offenes Katzenklo


Die häufigste Form eines Katzenklos ist die offene Schale, auch Schalentoilette genannt. Es gibt sie als Rechteck oder als Eckschale. Manche Modelle können durch Entfernen des Randes in der Einstiegshöhe verändert werden. Andere Modelle haben eine hohe Rückwand, die bei scharrenden Katzen hilfreich ist, oder einen Schutzrand, der das Herausfallen der Streu rundherum verhindert.

Schalentoiletten werden meistens gut angenommen und gelten als sehr artgerecht. Ihr Nachteil ist, dass sich die Gerüche ungehindert in der Umgebung verbreiten und die Streu sich gerne selbständig macht, weil sie an den Katzentatzen kleben bleibt und ungewollt in der Wohnung verteilt wird.

Haubenklo


Für den Katzenhalter eine besonders angenehme Wahl ist das Haubenklo, eine geschlossene Toilettenform, die das Verbreiten des Geruchs verhindert. Während der Mensch die Hinterlassenschaften seiner Katze weder sieht noch riecht, ist die Geruchsentwicklung innerhalb der Toilette jedoch viel größer und manche Katzen stören sich daran. Außerdem gibt es Katzen, die sich nicht gern in das höhlenartige Innere hineintrauen. Modelle mit offenem Einstieg sind dann eine gute Alternative, denn so kann Miez sich umsehen, während sie ihr Geschäft verrichtet. Wenn Miez allerdings kein Problem mit Höhlen hat, dann kann auch ein Modell mit Klappe angeschafft werden.

Hop-In-Toilette


Dieses Modell ist ebenfalls geschlossen, doch der Einstieg befindet sich auf der Oberseite der Haube - die Katze springt also von oben hinein. Vorteilhaft ist diese Form vor allem bei Katzen, die im Stehen urinieren oder gerne scharren, denn so kann sich weder Urin noch Streu im Raum verteilen. Die meisten Hop-In-Toiletten (die auch manchmal unter der Bezeichnung Top Entry geführt werden), haben auf ihrer Oberseite ein Gitter, damit Streu wieder ins Innere hineinrieseln kann, falls die Katze etwas an den Pfoten mit hinaus trägt.

Selbstreinigendes Katzenklo


Bei diesem neuartigen Klo-Modell erfasst ein Sensor, wann die Katze ihre Toilette nutzt. Nachdem Miez wieder fort ist, setzt sich automatisch ein Rechen in Bewegung, der dann die verklumpte Einstreu in eine Klappe hinein befördert. Hier gibt es inzwischen auch andere Variationen, doch besonders verbreitet ist der automatische Rechen.

Der Vorteil dieser Toilette ist offensichtlich, denn sie erspart dem Katzenhalter Arbeit. Statt immer wieder mit dem Schäufelchen die Einstreu durchzusieben, kann einfach der Behälter geleert werden. Ob einem dieser Komfort den deutlich höheren Preis wert ist, muss jeder selbst entscheiden, denn für die Katze macht es keinen besonderen Unterschied.

Der Aufstellort für das Katzenklo


Hier gibt es ein paar Faustregeln, die einem die Entscheidung darüber, wohin man das Katzenklo stellt, erleichtern:
Das Katzenklo niemals in die Nähe des Futterplatzes stellen

Eine Katze möchte ihr Geschäft nicht dort erledigen, wo sie frisst.
Das stille Örtchen muss wirklich still sein

Hektik ist tabu, wenn Miez sich erleichtern will. Eine gute Wahl sind deshalb Badezimmer oder Abstellkammer, keinesfalls Flur oder Durchgangszimmer.
Katzen hassen Veränderungen

Wenn das Katzenklo einmal seinen Platz gefunden hat, sollte es dort auch bleiben. Wandert das Klo von Ort zu Ort, dann kann die Katze aus Irritation unsauber werden.
Immer ein Klo mehr als Katzen vorhanden sind
Bei einer Katze sind es idealerweise zwei Katzenklos, bei zwei Katzen dann drei, bei drei Katzen vier Toiletten und so weiter. Auf diese Weise haben die Stubentiger immer genug Freiheit und Privatspähre.

Tipp: Legen Sie eine Schmutzfangmatte vor das Katzenklo. Auch wenn der Stubentiger sich natürlich nicht die Füßchen abtreten kann, bleiben doch viele Körner hängen und verteilen sich nicht in der ganzen Wohnung.

Die richtige Reinigung der Katzentoilette


Ein Katzenklo muss täglich, bei mehreren Katzen sogar zweimal täglich, gesäubert werden. Mit einem Schäufelchen werden dazu die festen Bestandteile und die verklumpte Streu aufgenommen und entfernt. Von Tierärzten wird manchmal empfohlen, dabei Handschuhe und einen Mundschutz zu tragen, um die Verbreitung von Toxoplasmose durch den aufwirbelnden Staub zu verhindern.

Mindestens einmal die Woche sollte die komplette Einstreu erneuert werden, bei mehreren Katzen entsprechend öfter. Bevor das Katzenklo mit neuer Einstreu gefüllt wird, sollte die Schale gründlich mit heißem Wasser ausgewaschen werden. Wenn Reiniger verwendet wird, dann darf es keinesfalls ein Produkt mit intensivem Geruch wie zum Beispiel Zitrone sein, denn Katzen können empfindlich darauf reagieren. Außerdem eignen sich nur milde Reinigungsmittel, denn sonst besteht das Risiko, dass aggressive Stoffe zurückbleiben und dem Stubentiger schaden könnten. Nach der gründlichen Reinigung muss das Katzenklo gut mit einem Tuch oder Küchenpapier getrocknet werden, dann kann die neue Einstreu eingefüllt werden. Die ideale Füllhöhe liegt zwischen 5 und 9 Zentimetern.

Die reinlichen Stubentiger werden ein gut gepflegtes und an ihre Bedürfnisse angepasstes Katzenklo sehr zu schätzen wissen.


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