Winterzeit ist Kuschelzeit - wenn die Mieze plötzlich faul wird

Eine Katze schaut aus dem Fenster. Erfahrene Katzenhalter kennen das Prozedere schon, welches viele Neulinge erschreckt. Die wildesten Rabauken werden im Herbst und Winter schlagartig ruhiger und wollen mehr kuscheln. Natürlich hat man als besorgter Katzenfreund direkt Angst, dass dem Vierbeiner etwas fehlt. Doch solange die Futtergewohnheiten nicht auffällig werden und das Tier auch ansonsten keinen kranken Eindruck macht, ist alles in Ordnung. Katzen mögen einfach keine Kälte. Als ehemalige Wüstenbewohner sind sie einfach auf Wärme fixiert und fahren ihre Aktivitäten automatisch herunter, wenn es kalt wird. Freigänger wollen plötzlich kaum noch raus und drehen oft nur halbherzig ihre Runde. Kein Wunder, wenn die Pfoten dauernd kalt werden oder schlimmer noch, sie ständig durchnässt werden. Allerdings gibt es auch Tiere, die im Winter zu einem kleinen Blues neigen. Hier hilft sanftes Gegensteuern.
 

Die wintermüde Katze

Gerade Freigänger leiden schon darunter, wenn draußen nicht viel passiert oder das Wetter ungemütlich ist. Es gibt einfach wenig Reize, die sie animieren und so wird den Tieren schnell langweilig. Als Halter sind Sie dann gefragt, für etwas Abwechslung zu sorgen. Denn anders als eine wild lebende Katze muss sich das Tier bei Kälte nicht zwingend bewegen, um einen gefüllten Bauch zu haben. Der Nachteil ist, dass faule und träge Katzen schnell Muskeln abbauen und dafür Fett ansetzen. Lassen Sie die Tiere also nicht zu viel dösen, sondern fordern Sie sie auch mal heraus. Ein gutes Weckmittel ist übrigens Frischluft. Fenster auf und die Katze wird relativ schnell wach.Sie wird erst einmal empört gähnen und sich strecken. Schließlich könnte die Luft kühl sein. Dann kommt Ihre Stunde. Animieren Sie das Tier zu kleinen Jagd- und Fangspielen und rennen Sie auch schon einmal hinter der Katze her. Eine Viertelstunde reicht schon, um dem Muskelabbau vorzubeugen. Freigänger schätzen es auch, wenn Sie einige duftende Kräuter auf der Fensterbank ziehen. So kommt ein wenig Frühling ins Haus. Geben Sie allen Sinnen des Tieres Anregungen. Quietschende Bälle, knisterndes Papier und interessante Gerüche sorgen dafür, dass der Winter nicht zu langweilig wird.


Tipp:
Wenn es wochenlang trübe ist und Sie das Gefühl haben, Ihre Mieze möchte sich demnächst von der Fenstersims stürzen kann eine Tageslichtlampe wie sie in der Fotografie eingesetzt wird wahre Wunder bewirken. Sie sollte sehr hell sein (mindestens 100 Watt) und eine Farbtemparatur von ca. die 5500 Kelvin besitzen. Solche Lampen bekommen Sie inklusive Stativ schon für unter 50,- Euro. Richten Sie die Lampe täglich für ein paar Stunden auf einen Bereich aus, in den sich Ihre Katze legen kann. Perfekt ist der Platz, wenn er außerdem noch weich und warm ist. Wenn sie unter Lichtmangel leidet wird sie diesen Bereich aufsuchen und schon nach kurzer Zeit wieder deutlich lebhafter werden.

Das hier wäre zum Beispiel ein geeignetes Modell >>>

 
 

Die Autorin.
Mela Stephan hat selbst 4 Katzen und einen Hund und betreibt eine private Katzen-Nothilfe.
Außerdem ist sie Autorin im Hunde- und Katzen-Blog auf www.geliebtes-tier.de
Mela Stephan - Autorin beim Hunde- und Katzen-Blog auf www.geliebtes-tier.de
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Das Bild zeigt eine Cartoon-Schlange, die große Augen macht.

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