12. März 2019 - Wie können sensible Hunde Naturereignisse besser überstehen?

Es gibt viele Dinge, die Hunden Angst machen. Einiges davon können umsichtige Halter vermeiden, doch gerade das Wetter gehört nicht dazu. Ich habe schon häufig Hunde erlebt, die Angst vor Gewittern, Stürmen oder ähnlichen Naturgewalten haben. Nicht immer sind Frauchen oder Herrchen dann auch daheim, um dem Hund Mut zuzusprechen. Für sensible Tiere ist das immer eine Belastung. Sehr häufig sind solche Ängste bei Hunden, die keine gute Welpenzeit verbracht haben. Schlechte Haltungsbedienungen, Misshandlungen oder Schlimmeres prägen das Tier sein Leben lang. Vor allem Hunde aus dem ausländischen Tierschutz zeigen oft Verhaltensauffälligkeiten bei schlechtem Wetter. Das liegt daran, dass sie oft den Naturgewalten ausgeliefert waren, ohne richtigen Schutz zu finden. Doch auch Hunde, bei denen das Umfeld von Geburt an passte, können Ängste entwickeln. Weder die menschliche noch die tierische Psyche sind bis ins Detail erforscht, sodass wir manchmal einfach mit solchen Ängsten umgehen müssen. Ich habe übrigens auch festgestellt, dass ein Hund, der keinerlei Angst vor Gewittern hatte, sich von einem Hundekumpel hat "anstecken" lassen. Das Verhalten des ängstlichen Tieres hat ihm so zugesetzt, dass dieser Hund auch eine Angst vor Blitz und Donner bekam.

 

Welche Hilfen gibt es für ängstliche Hunde?

Ein stabiler Artgenosse ist immer die beste Hilfe. Doch ist es nicht immer möglich, zwei oder mehr Tiere zu halten. Zudem besteht eben auch immer die Gefahr, dass der gesunde Hund die Angst übernimmt. Tierpsychologen können hilfreich sein, allerdings ist dies umstrittenes Terrain und der Kostenfaktor ist nicht gerade klein. Es hilft, wenn der Hund die Sicherheit seines menschlichen Rudels spürt. Zwingen Sie ihn zu nichts, sondern reden Sie ihm nur gut zu und verhalten sich ansonsten ganz normal. Die Ruhe der Familie wirkt sich auch auf den Hund aus. Keinesfalls sollte man das Tier aus seinem Versteck locken oder sogar herauszwingen. Jeder Hund reagiert anders. Es kann Sinn machen, sich zu dem Tier zu setzen und es zum Spielen zu animieren. Merkt der Hund, dass das Rudel das Gewitter gar nicht beachtet, kann dies schon helfen.

 

Für extreme Fälle gibt es auch Hilfe in Form von Medikamenten. Beruhigungsmittel sind allerdings immer die letzte Wahl. Sogenannte Benzodiazepine machen abhängig und können schwere Nebenwirkungen haben. Trotzdem sind sie in besonderen Belastungssituationen gute Helfer, die allerdings immer mit Bedacht eingesetzt werden sollten. Anders sieht es mit homöopathischen Hilfsmitteln aus. Suchen Sie sich einen guten Tierarzt, der Erfahrung in diesem Bereich hat. Denn es gibt eine Vielzahl an Mitteln, die alle unterschiedlich wirken. Eine Empfehlung von Freunden oder Nachbarn ist meist wenig hilfreich, da die Problematik fast nie identisch ist.

 

Einen Versuch sind allerdings immer erst einmal Bachblüten Rescue Tropfen wert. Dieses relativ unbedenkliche Mittel hilft vielen Hunden, mit ihren Ängsten besser klarzukommen.Immer dann, wenn der Halter Stress, Angst oder Panik seines Tieres befürchten muss, können die Tropfen gegeben werden. Bitte darauf achten, dass die Tropfen ohne Alkohol sind, da es verschiedene Zubereitungen gibt.


Die Autorin.
Mela Stephan hat selbst 4 Katzen und einen Hund und betreibt eine private Katzen-Nothilfe.
Außerdem ist sie Autorin im Hunde- und Katzen-Blog auf www.geliebtes-tier.de
Mela Stephan - Autorin beim Hunde- und Katzen-Blog auf www.geliebtes-tier.de
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