24. Februar 2019 - Wenn der Hund nicht alleine bleiben kann

Hund muss alleine bleibenNatürlich sollte ein Welpe nicht den kompletten Tag alleine bleiben. Allein körperlich schafft er es nicht so lange ohne einen Gassigang auszuhalten. Im Laufe des Hundelebens werden aber immer mal wieder Situationen aufkommen, in denen es nötig ist, dass der beste Freund des Menschen mal Zuhause warten muss. Sei es ein Einkauf im Sommer, bei dem der Hund nicht mit in den Supermarkt darf, bei dem das Warten im Auto lebensgefährlich sein könnte, ein Arzttermin oder etwas ganz anderes. Muss man nicht jedesmal einen Hundesitter suchen, sondern kann sich darauf verlassen, dass der Hund Zuhause bleibt.

 

Wieso kann mein Hund nicht alleine bleiben?

Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht. Um herauszufinden woran genau es liegt, dass der Hund nicht alleine bleibt und in der Zeit einfach schläft, sind einige Hintergrundinformationen von Bedeutung: Wie lange ist der Hund schon in der Familie? Ging es von Anfang an nicht oder ist etwas vorgefallen? Wo hat der Hund eventuell vorher gelebt? Wie wird er vor dem Alleinebleiben an sich ausgelastet und wie verhält er sich, wenn er alleine bleiben muss.

Probleme beim alleine bleiben können sich unterschiedlich äußern:
  • Er läuft nervös auf und ab. Kommt nicht zur Ruhe und ist einfach gestresst.
  • Der Hund bellt und fiepst.
  • Er zerstört die Wohnungseinrichtung.
  • Der Hund macht ins Haus.


Einige dieser Anzeichen lassen darauf schließen, wo das Problem des Hundes ist. Meist liegt es an fehlender Routine und dem ungewohnten Gefühl "alleine gelassen zu werden". Hunde sind von Natur aus nämlich eher seltener Einzelgänger und würden ihr Rudel am liebsten überall hin begleiten.

 

Wie kann ich meinem Hund beibringen alleine zu bleiben?

Es gibt mehrere Möglichkeiten und Tricks es dem Hund zu vereinfachen. Je müder der Hund ist, desto weniger wird es ihn stören alleine zu bleiben. Hat er noch etwas zum Knabbern zur Verfügung, wird ihm die Zeit wie im Fluge vergehen. Über die Knabbereien, die einem Hund ohne Aufsicht zur Verfügung gestellt werden dürfen oder eben nicht, streiten sich übrigens die Geister.


Grundsätzlich läuft das Erlernen des Alleinebleibens immer wieder gleich ab:
  • Zur Vorbereitung zum eigentlichen Alleinebleiben kann es geübt werden auf dem Platz zu liegen, wenn Herrchen und Frauchen sich in der Wohnung durch verschiedene Zimmer bewegen.
  • Vor dem Alleinebleiben sollte der Hund körperlich und geistig gut ausgelastet sein.
  • Die Übungsphase sollte an den Kenntnisstand des Hundes angepasst werden. Wann wird er nervös? Wenn das bereits beim Anziehen der Schuhe geschieht, dann sollten diese so oft wie möglich an und ausgezogen werden, ohne das man danach rausgeht. Gleiches gilt für das nehmen der Handtasche, das öffnen und schließen der Tür und ähnliche Abläufe. So tastet man sich an das Verlassen des Hauses ohne Hund heran und verlängert dann den Zeitraum des wegbleibens.
  • Aus dem Gehen und Heimkommen erstmal kein Aufsehen machen.


Der Weg mag etwas länger dauern, aber die Arbeit lohnt sich. Die Belohnung ist ein entspannter Hund.



Die Autorin.
Jenny Manegold ist Mama, aktive Tierschützerin und hat zwei Katzen und drei große Hunde.
Sie betreibt einen eigenen Blog ( www.waumama.de ) und wenn es ihre Zeit zulässt schreibt sie außerdem für den tierischen Blog auf www.geliebtes-tier.de
Jenny Manegold
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