Von Hundetrainern, Katzenflüsterern und Besserwissern ...

Von selbsternannten Katzenflüsterern Im Buchhandel finden sich unheimlich viele Ratgeber, Lektüre über Erziehung und Haltung von Haustieren und allerhand Bildmaterial. Im Internet finden sich Blogs, Foren und Gruppen, in denen man sich Rat holen kann. Selbsternannte Trainer und Couches gibt es sehr viele. Sie alle haben ihren eigenen Weg und ihre eigenen Methoden. Gerade frisch gebackene Hunde- und Katzenhalter haben es da schwer, ihren richtigen Weg zu finden. Dabei ist es im Grunde ganz einfach: viele Wege führen nach Rom und Tier und Halter müssen ihren eigenen Weg finden.
 

Den einen richtigen Weg gibt es nicht


Das wird jetzt viele Katzen- und Hundehalter schwer enttäuschen, aber die Realität ist: es gibt kein Patentrezept für Katzen- und Hundehaltung. Es gibt nicht mal ein Rassespezifisches Buch mit Ratschlägen, dass sich auf alle Vertreter einer Rasse anwenden lässt. Denn die einzelnen Tiere unterscheiden sich in ihren Charaktereigenschaften, ihren Bedürfnissen und auch ihrem Alter so sehr, dass es einfach keinen allgemein gültigen Leitfaden geben kann, wie man sich ihnen gegenüber verhalten soll. Natürlich müssen Halter ihren Hunden und Katzen gegenüber berechenbar bleiben und eine gewisse Konsequenz an den Tag legen, um ein gemeinsames Zusammenleben so einfach wie möglich zu machen und nicht dafür zu sorgen, dass das Haustier irgendwann gar nicht mehr weiß, was man von ihm will. Aber je nach Veranlagung, Temperament und Wesen muss man sich individuell auf sein Haustier einlassen.
 

Ein guter Trainer vor Ort ist mehr Wert als jeder Ratgeber


Fragt man bei Problemen in einer Gruppe oder einem Forum nach, bekommt man bei 10 Antworten sicherlich mindestens 8 verschiedene Vorgehensweisen. Liest man in einem Buch, kann es sein, dass der Autor vor einem ganz anderen Problem mit ähnlichen Symptomen stand. Ein Beispiel: Die Katze geht nicht ins Katzenklo. Das kann daran liegen, dass sie Stress im Alltag hat, das ihr generell die Katzentoilette nicht zusagt oder aber auch an etwas ganz anderem. Die Herangehensweise um das "Problem" zu lösen kann also ganz unterschiedlich aussehen. Bei Hunden kann es ähnlich sein. Ein Hund zum Beispiel, der beim Gassigehen hysterisch in die Leine geht, kann das aus Unsicherheit tun oder aus anderem Antrieb. Ein guter Trainer oder Couch schaut sich das Tier vor Ort an. Er wird Fragen rund um das Problem und zum Verhalten des Tieres stellen und dann seine Schlüsse ziehen und Lösungsansätze anbieten.
 

Wie finde ich heraus, welcher Weg der richtige für mich und mein Tier ist?


Da hilft es nur auf das eigene Bauchgefühl zu hören und sein Haustier zu beobachten. Fühlen sich beide gut mit dem eingeschlagenen Weg? Bringt er Erfolg? Dann könnte das der richtige sein. Wenn nicht, kann man sich noch einmal Anregungen und Ideen für Lösungsansätze holen und die Marsch-Richtung ändern, in der man agiert. Fühlt man sich mit der Erziehungsmethode, die man nutzt übrigens nicht wohl, ist es garantiert nicht die richtige. Bücher, Foren und Ratgeber sind übrigens durchaus hilfreich. Denn sie bringen zwar kein Patentrezept, aber Ideen und Lösungsansätze mit sich, auf die man vielleicht allein nicht kommt.
 

Die Autorin.
Jenny Manegold ist Mama, aktive Tierschützerin und hat zwei Katzen und drei große Hunde.
Sie betreibt einen eigenen Blog ( www.waumama.de ) und wenn es ihre Zeit zulässt schreibt sie außerdem für den tierischen Blog auf www.geliebtes-tier.de
Jenny Manegold
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