02. März 2019 - Katzen und Kinder

Katzen und Kinder

Nicht selten liest man, dass die Katze nicht mit dem Nachwuchs klar kommt und deshalb ein neues Zuhause sucht. Oft werden Katzen bereits vor der Geburt abgegeben, weil Nachwuchs im Anmarsch ist und die Dosenöffner Bedenken haben, ob sich Katze und Kind unter einem Dach vereinen lassen. Wir wollen niemanden verurteilen und manchmal kann diese Entscheidung durchaus berechtigt und unabdingbar sein. Meistens ist es allerdings Quatsch, dass Katze und Kind sich nicht unter einen Hut bekommen lassen. Mit ein paar Tipps, klappt es mit Katzen, die keine Kinderfans sind.

 

Rückzugsorte und Ausweichmöglichkeiten schaffen

Viele Katzen sind einfach nur neugierig. Mal schnuppern lassen und den neuen Mitbewohner begrüßen, sollte weder für das Baby, noch für die Katze ein Problem darstellen. Vorausgesetzt die Katze kommt von alleine und möchte das. Sie bestimmt den Zeitpunkt und entscheidet, wann sie bereit ist, den neuen Mitbewohner kennenzulernen. Natürlich ist nicht jede Katze gleich hin und weg, wenn ein neuer schreiender Mitbewohner einzieht, der viel Aufmerksamkeit von Herrchen und Frauchen verlangt. Das kann sich äußern, indem die Katze anfangs aus Stress außerhalb der Katzentoilette markiert. Andere Katzen verkriechen sich erst einmal und sind dankbar über Rückzugsorte und Möglichkeiten, um das ganze Szenario von außen zu beobachten. Damit die Katze nicht den ganzen Tag unterm Bett hocken muss, kann man einen Catwalk oder einen hohen Kratzbaum anbieten. Von dort aus, haben die Samtpfoten die Möglichkeit sich von oben erst einmal in Ruhe anzuschauen, was der neue Mensch für neue Gewohnheiten und Tagesabläufe in den Haushalt bringt.

 

Zwei Katzen sind besser als eine

Gerade in Momenten, in denen einer Einzelkatze nicht mehr ganz so viel Aufmerksamkeit zukommt, kann es zu Problemen kommen. Gelangweilte Tiere kommen auf die dümmsten Ideen und bauen ihren Frust gerne mal an den Möbeln oder Wänden ab, wenn ihre Dosenöffner wegen dem Baby nicht mehr ganz so viel Zeit für sie haben. Ganz oft heisst es, meine Katze ist Einzelkatze. Das ist aber oft gar nicht so. Natürlich sind Zusammenführungen nicht immer einfach. Im Nachhinein sind aber gerade Hauskatzen sehr dankbar über einen gleichartigen Mitbewohner. Nicht immer werden diese Pärchen zu besten Freunden und kuscheln gleich miteinander. Aber meistens raffen sie sich zusammen und beschäftigen sich artgerecht miteinander.

 

Wenn der Menschen-Nachwuchs größer wird

Natürlich ist es schön, wenn Kinder mit Haustieren aufwachsen. Das bringt ihnen sowohl sozial als gesundheitlich sehr viel. Wenn das Baby einzieht, haben Eltern erst einmal Angst und Sorge, nicht alles unter einen Hut zu bekommen. Die Probleme vieler Katzen beginnen allerdings etwas später. Wenn Kinder anfangen die Welt zu entdecken, kommt die Katze oft nicht umhin, einmal untersucht zu werden. Hier sind die Eltern gefragt. Denn nicht nur die Kinder, sondern auch die Katze sollte vor Übergriffen geschützt werden. Hat sie Rückzugsorte, muss ihr ermöglicht werden, diese aufzusuchen und gegebenenfalls müssen die lieben Kleinen mal in ihre Schranken verwiesen werden. Eine einfache Erklärung, was die Katze möchte und was nicht, verstehen übrigens schon einjährige. Sie müssen nur ab und an wieder dran erinnert werden.

 

Die Autorin.
Jenny Manegold ist Mama, aktive Tierschützerin und hat zwei Katzen und drei große Hunde.
Sie betreibt einen eigenen Blog ( www.waumama.de ) und wenn es ihre Zeit zulässt schreibt sie außerdem für den Hunde- und Katzen-Blog auf www.geliebtes-tier.de
Jenny Manegold
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