Im Schwimmbad mit dem Hund

Ein Hund, der aus dem Schwimmbecken kommt.
Der letzte Tag im Freibad gehört den Hunden. Im Herbst bieten viele Freibäder an, dass die letzten Badegäste im Becken Fell haben. Wann genau dieser Tag stattfindet, findet sich in sozialen Medien und der lokalen Presse wieder. Es kann sich um einen kompletten Tag, einen Vor- oder Nachmittag handeln. Hier in der Region Ostfriesland heisst das Abbaden mit Hund (das Gegenteil von Anbaden). Ganzjährig dürfen Hunde aus hygienischen Gründen leider nicht in ein Freibad mit ihren Menschen. Spezielle Hundeschwimmbäder gibt es natürlich. Da haben oft die Menschen Schwimmverbot und der Eintritt ist oft super teuer. Zudem sind sie so selten, dass die Anfahrtswege super lang sind. Das Abbaden mit Hund hat zwei Vorteile: das Freibad macht noch einmal Umsatz an einem Tag, an dem es meist schon viel zu kalt für Menschen ist und die Hundehalter haben noch mal ihren Spaß. Das gibt positive Presse und macht allen ein gutes Gefühl zum Ende der Saison.

Hier ein paar Tipps, damit der Tagesausflug auch ein Erfolg wird:

 

Was muss ich alles mitnehmen für einen Freibadtag mit Hund?

Das kommt natürlich auf den Hund an. Allerdings ist es im Herbst kälter, als an einem Sommertag am See. Deshalb ist ein Bademantel gar nicht so verkehrt. Auch Handtücher fürs Auto sind eine gute Idee. Die meisten Hundebesitzer müssen ihre Hunde motivieren ins Wasser zu gehen und haben deshalb noch eine Beisswurst oder einen Ball dabei. Der eigene Badeanzug und ein Handtuch für den Menschen können übrigens nicht Schaden. Erfahrungsgemäß haben Hunde anfangs oft Berührungsängste mit dem Untergrund und dem ungewohnt klarem Wasser. Sie wären sicherlich nicht der einzige Halter, der sein Tier aus dem Becken heraus motivieren muss, mit nach drinnen zu kommen und gemeinsam zu schwimmen. Selbst wenn Sie sich dazu entscheiden nicht selbst ins Wasser zu gehen, ist man nach dem Badevergnügen des Hundes oft selbst nass. Denn dieser kommt aus dem Wasser und schüttelt sich erst einmal trocken. Dann helfen nur Wechselsachen und ein Handtuch um den Weg nach Hause anzutreten.

 

Welche Hunde können mit ins Freibad zum Abbaden?

Hund im Schwimmbecken. Das Freibad ist für alle Hunderassen und -arten geeignet. Man sieht sowohl Welpen als auch Seniorenhunde schwimmen und alle haben Spaß daran. Grundsätzlich sollten die Hunde, die mit zu solchen Veranstaltungen genommen werden sozialverträglich sein. Denn hier sind viele Hunde und Menschen auf engem Raum unterwegs. Es wird vor Aufregung gebellt und auch der Ball wird das ein oder andere Mal von einem anderen Hund weggeschnappt, bevor man die eigene Pelznase ihn erwischt. Das sollte mit dem Hund machbar sein oder vorher geübt werden. Für Hunde mit Arthrose oder Spondylosen ist das Schwimmen zwar generell eine gute Idee. Die kalten Außentemperaturen im Herbst in Kombination mit der Nässe des Fells sind oft aber keine gute Kombination. Generell sollte der Hundehalter in der Lage sein, das Temperament seines Hundes auszubremsen. Denn sind die Hunde zu aufgeregt können ihnen klitschig nasse Fliesen am Rand zum Verhängnis werden.

 

Was sollte vor Ort beachtet werden?

Rücksicht auf andere Hundehalter muss man sicherlich nicht erwähnen. Es sind auch Familien mit Kinderwagen und Kleinkindern da. Auch hier sollte Rücksicht genommen werden, damit kein Kleinkind im Wasser landet. Ansonsten kann es durchaus mal vorkommen, dass fremde Hunde den Ball klauen oder sich neben Herrchen und Frauchen trocken schütteln. Darauf sollte man vorbereitet sein und die nötige Toleranz mitbringen. Der eigene Hund sollte nicht unbedingt dann mit Hilfe des Balls zum Springen vom Beckenrand animiert werden, wenn ein anderer gerade quer vorbei springt. Denn wie bei Menschen auch, gilt für Hunde, dass es nicht sonderlich angenehm und teilweise sogar lebensgefährlich werden kann, wenn einem jemand auf den Rücken springt beim Baden. Dann haben alle Spaß. Auch wenn es im Wasser seltener passiert. Für den Beckenrand und die Wiese dahinter gilt natürlich wie überall: Kackbeutel dabei haben. Frischwasser zum Trinken ist auch keine schlechte Idee.

 

Was ist nach dem Schwimmen im Schwimmbad zu beachten?

Die meisten Schwimmbäder achten darauf, dass das Hundeschwimmen in chlorfreien Becken stattfindet. Es kann allerdings sein, dass auch mal ein gechlortes oder restgechlortes Becken dabei ist. Dann sollte der Hund nach dem Schwimmen noch einmal mit klarem Wasser abgeduscht werden. Denn Chlor trocknet die Haut aus. Auch trinken sollten die Hunde nicht all zu viel Wasser aus den gechlorten Becken. Die Geschichte mit dem Trinken beim Baden kann übrigens auch ohne Chlorwasser gefährlich werden, wenn die Menge überhand nimmt. Hier sei nur das Stichwort Wasservergiftung gesagt. Denn die ereilt auch immer mal wieder Hunde im Sommer nach einem Tag am See. Ist der Tag allzu herbstlich und kühl, muss auch darauf geachtet werden, dass der Hund auf dem Rückweg gut abgetrocknet und eingepackt wird.

 

Die Autorin.
Jenny Manegold ist Mama, aktive Tierschützerin und hat zwei Katzen und drei große Hunde.
Sie betreibt einen eigenen Blog ( www.waumama.de ) und wenn es ihre Zeit zulässt schreibt sie außerdem für den tierischen Blog auf www.geliebtes-tier.de
Jenny Manegold
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