Hunde beschäftigen trotz Leinenpflicht

Vielerorts herrscht derzeit Leinenpflicht. In einigen Bundesländern gilt das nur für die Brut- und Setzzeit und nur in Wald und Flur. Einige Bundesländer sprechen lediglich Empfehlungen aus und andere setzen die Leinenpflicht strikt durch. Einige Hundebesitzer haben einen Garten, in denen die Hunde neben den täglichen Gassirunden auch mal rennen und toben können. Diese Möglichkeit hat jedoch längst nicht jeder, der einen Hund sein eigen nennt. Dem ein oder anderen Hundebesitzer stellt sich dann also die Frage: Wie laste ich meinen Hund aus, wenn ich ihn permanent an der Leine halten muss?
 

Der Besuch im HundefreilaufHunde im Hundefreilauf


Wer keinen eigenen Garten hat, der kann die Möglichkeit nutzen, die viele Städte und Gemeinden mittlerweile eingerichtet haben. Hundefreiläufe sind speziell gekennzeichnete Flächen, in denen Hunde laufen dürfen. Sie sind oft eingezäunt und mit Schleusen versehen, damit auch wirklich kein Vierbeiner abhanden kommt. Das Problem für viele Halter am Hundefreilauf: der Hund muss sozial verträglich sein. Denn hier gibt es nun mal viele andere Hunde. Das ist für einige Vierbeiner ein echtes Problem und die Begegnungen auf engem Raum können Stress auslösen. In der Stehzeit der Hündin sollte man zum Wohle aller Beteiligter solche Plätze meiden. Denn es bedeutet nicht nur Stress für die Rüdenbesitzer, sondern auch für sie selbst, ihre Hündin vor ungewolltem Nachwuchs zu schützen, wenn alle Hunde frei laufen dürfen.
 

Hund am Fahrrad Radtour mit Hund


Man sieht sie hier und da: Fahrradfahrer mit Hunden. Das ist nicht für jeden etwas. Aber während der Leinenpflicht durchaus eine Möglichkeit dem Hund Bewegung zu verschaffen. Es gibt allerdings ein paar Dinge zu beachten:
 
  • Der Hund sollte leinenführig sein.
  • Das Tempo ist der Größe und der Kondition des Hundes anzupassen.
  • Fahrradfahren bitte nur mit Geschirr und nicht am Halsband. Denn bei Bremsmanövern oder ähnlichem kann es sonst zu schweren Verletzungen führen. Soll der Hund das Fahrrad ziehen, ist es umso wichtiger, dass das Hundegeschirr gut sitzt. Spezielle Zuggeschirre gibt es im Fachhandel oder online zu kaufen. Ein Norweger-Geschirr ist dafür nicht geeignet.
  • Bei zu heißen Temperaturen ist Radfahren - und übrigens auch Dogscooting - tabu. Der Asphalt verbrennt die Pfoten und es kann beim Hund zu Herz-Kreislaufproblemen führen.
  • Genügend Wasser dabei haben.


Generell sollte man beim Radfahren und auch beim regelmäßigen Joggen mit Hund beachten, dass nicht nur die Kondition des Herrchens oder Frauchens mit der Zeit wächst, sondern auch die des Hundes. Das bedeutet, dass vielleicht fünf Kilometer irgendwann nicht mehr ausreichen um den besten Freund des Menschen müde zu machen, sondern es irgendwann zehn braucht.
 

Longieren, Agility und andere HundesportartenHund läuft Slalom


Im Grunde ist hier alles erlaubt, was Herrchen, Frauchen und dem Hund Freude bereitet. Natürlich sind die Veranlagungen durchaus unterschiedlich und nicht jeder Hundesport wird jedem Hund Freude bereiten. Generell lieben es die meisten Hunde sich gemeinsame Hobbys mit dem Herrchen zu suchen. Es lohnt sich, die nächstgelegene Hundeschule einmal anzusteuern und zu schauen, ob dort etwas für das eigene Mensch-Hund-Gespann dabei ist.
Egal ob Mantrailing, Longieren, Tricksen oder Flächensuche - es wird dem Hund Spaß machen und ihn sowohl körperlich, als auch geistig auslasten. Aber Achtung: gerade zu Ende der Brut- und Setzzeit wird es oft auch sehr warm. Im Juli macht es längst nicht mehr jedem Hund Spaß über Mittag auf dem Hundeplatz zu stehen und zu arbeiten. Das sollte dann vielleicht in die Abendstunden verlegt werden.
 

Wandern mit Hund Wandern mit dem Hund


Wandern oder auch Canicross ist mit Leine fast schöner als ohne. Mensch und Hund werden zu einem verbundenen Team in völliger Fremde und können sich neue Umgebungen und Landschaften anschauen. Der Hund darf beim Canicross durchaus auch mal führen. Das schafft Vertrauen und unterm Strich genau so viel Bewegung, wie kleinere Spaziergänge ohne Leine. Sollen es Canicross-Spaziergänge werden, ist ein wenig mehr Ausrüstung notwendig. Hier braucht es einen Bauchgurt, eine Leine mit Ruckdämpfer und ein passendes Geschirr für den Hund. Dann ist die ganze Sache besonders mit Hunden, die nicht immer an lockerer Leine laufen, um einiges entspannter. Wem die neue Umgebung noch nicht reicht, der kann auch Hindernisse und ein paar Übungen in den Spaziergang einbauen. So kann auf Baumstämmen balanciert werden. Große Steine und kleine Anhöhen können von Hund und Herrchen erobert werden und vielleicht findet sich auf dem Weg auch die ein oder andere Gelegenheit zum Schwimmen für den Vierbeiner und auch das Herrchen.



Die Autorin.
Jenny Manegold ist Mama, aktive Tierschützerin und hat zwei Katzen und drei große Hunde.
Sie betreibt einen eigenen Blog ( www.waumama.de ) und wenn es ihre Zeit zulässt schreibt sie außerdem für den tierischen Blog auf www.geliebtes-tier.de
Jenny Manegold
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