Happy Happy Halloween! Wissenswertes über schwarze Katzen

Das Bild zeigt eine liebe Hexe mit ihrer Katze.
Jedes Kind weiß, dass eine Hexe, die etwas auf sich hält, natürlich nie ohne ihre schwarze Katze anzutreffen ist. Zu Halloween, dem Gruselfest in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, darf sie deshalb nicht fehlen. Neben Gespenstern und Spinnen ist die schwarze Katze überall als Dekoration zu sehen, meist fauchend und mit Katzenbuckel. Aber auch sonst gelten die schwarzen Samtpfötchen als Zeichen für Pech: Beispielsweise bedeutet eine schwarze Katze, die von links den Weg kreuzt, großes Unheil - zumindest im Aberglauben.

Die linke Seite galt in früheren Zeiten als schlecht, eine fatale Auslegung der Bibel, in der sich beim Jüngsten Gericht die schlechten Seelen links aufzustellen hatten. Generationen von Linkshändern haben unter diesem Aberglauben gelitten und mussten Umerziehungsversuche über sich ergehen lassen. Auch das Wort "linkisch" für verschlagen und unehrlich gibt einen Hinweis darauf.

Aber weshalb sind es ausgerechnet schwarze Katzen, die im Aberglauben immer für das Böse stehen?

 

Die schwarze Katze im alten Ägypten

Bastet - im alten Ägypten verehrt.
Die Geschichte der symbolhaften schwarzen Katze, die uns heutzutage an Halloween überall begegnet, beginnt schon vor fünftausend Jahren im alten Ägypten. Damals war die schwarze Katze ein Abbild der Göttin Bastet, die als Menschenfrau mit dem Kopf einer Katze dargestellt wurde. Sie war die Göttin der Schönheit und Fruchtbarkeit, weshalb auch ihre kleinen, lebendigen Abbilder überall gern gesehen waren. Die Menschen waren den Katzen dankbar, denn sie hielten die Nagetiere in Schach, die es auf die gefüllten Kornkammern abgesehen hatten.

Wie wurde aus dem geliebten und verehrten Abbild einer Gottheit also ein gefürchtetes Hexen-Haustier, das zu Halloween für Grusel sorgt?


 

Die schwarze Katze im Mittelalter

Durch die Griechen kamen die Katzen nach Europa und erledigten auch dort fleißig ihre Arbeit als Mäusejäger. Doch im Frankreich des 12. Jahrhunderts begann die Inquisition und viele Unschuldige wurden der Hexerei bezichtigt. Besonders alleinstehende Frauen, die irgendwem ein Dorn im Auge waren, wurden beschuldigt und landeten auf dem Scheiterhaufen. Zur gleichen Zeit begann auch das Misstrauen gegenüber schwarzen Tieren. Nicht nur Katzen wurden von der katholischen Kirche verfolgt, sondern auch Hunde, Pferde oder Ziegen mit schwarzem Fell. Da jeder, der sich zu damaliger Zeit schwarze Katzen hielt oder sie sogar nur auf seinem Hof duldete, allein schon deshalb der Hexerei beschuldigt werden konnte, brachten die Tiere zumindest ihren Besitzern unter Umständen wirklich Unglück ...

Der Grund? Man hielt die schwarzen Katzen für Hilfsgeister der Hexen oder gar für Hexen in verzauberter Form. Als Papst Gregor IX in einer Schrift behauptete, dass die schwarzen Katzen mit dem Teufel im Bunde stünden, gab es keinen Zweifel mehr an ihrer Schlechtigkeit. In der Bevölkerung wurden sie gefürchtet und gehasst. Als dann die Pest ausbrach, mussten die schwarzen Katzen auch dafür als Sündenbock herhalten. Beispielsweise erließ der Oberbürgermeister von London den Befehl, alle Katzen zu töten, die man zu Gesicht bekam. Die unschuldigen Tiere wurden im großen Stil verfolgt und getötet. Katzen standen in Europa fast vor der Ausrottung.


 

Die schwarze Katze in der Gegenwart

Eine schwarze Katze sitzt auf dem Schoß ihres Menschen.
Heutzutage würde kaum jemand zugeben, er wäre abergläubisch. Halloween ist für die meisten Leute einfach nur ein spaßiges Fest mit einer Gelegenheit, sich gruselig zu verkleiden. Trotzdem ist es eine Tatsache, dass schwarze Katzen und andere Tiere mit dunklem Fell, die im Tierheim auf ein neues Zuhause hoffen, es bedeutend schwieriger haben, adoptiert zu werden. Hier wirkt unterschwellig noch das negative Bild nach, das die Gesellschaft von den schwarzen Miezen über so viele Jahrhunderte hinweg hatte. Und zugegeben: Schwarze Katzen wirken natürlich geheimnisvoller und düsterer als ihre helleren Artgenossen. Manche Katzenhalter schätzen genau diese mystische Aura an ihren schwarzen Lieblingen. In manchen Ländern gelten sie übrigens als Glücksbringer, beispielsweise in Teilen Asiens oder in Schottland. Auch bei den Seefahrern waren schwarze Katzen beliebt, da man ihnen nachsagte, dass sie dafür sorgen würden, dass das Schiff wieder heil zurückkehrt.

Schwarze Katzen sind selbstverständlich genauso liebenswert und wunderbar wie alle anderen Katzen auch. Wer sein Tier liebt, dem wird es so oder so Glück bringen. Wer darüber nachdenkt, sich einen pelzigen Mitbewohner aus dem Tierheim zu holen, der sollte besonders auf die schwarzen Samtpfoten ein Auge werfen, damit der Aberglaube endlich überwunden wird und die dunklen Stubentiger nicht mehr wegen ihrer Fellfarbe diskriminiert werden. Und wie schon Konfuzius sagte: "Ob es Unglück bringt, wenn dir eine schwarze Katze über den Weg läuft, hängt alleine davon ab, ob du ein Mensch oder eine Maus bist."
 

Wussten Sie schon ...?

  • Schwarze Katzen sind selten komplett schwarz, sondern rötlich oder bräunlich. Bei manchen lässt sich im richtigen Licht sogar eine Tigerung erkennen.
  • Wenn Sie einer schwarzen Katze begegnen, dann ist die Chance hoch, dass es sich um einen Kater handelt. Weibliche Katzen haben seltener ein schwarzes Fell.
  • Nur zwei reinschwarze Samtpfoten können reinschwarzen Nachwuchs bekommen.
  • Es gibt eine einzige Katzenrasse, deren Standard ein schwarzes Fell ist: Die Bombay-Katze.



Die Autorin.
Tanja Schröder über ihr Verhältnis zu Tieren: "Ob Hund, Katze oder Rennmaus - ich liebe sie alle."
Wir freuen uns, dass Tanja Schröder für unseren tierischen Blog schreibt.

Tanja Schröder - Autorin bei www.geliebtes-tier.de
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Das Bild zeigt eine Cartoon-Schlange, die große Augen macht.

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