30. November 2018 - Freigänger Katzen im Winter

Katze im Winter
Katzen, die es gewohnt sind, durch die Gärten und Straßen zu stromern, möchten auch im Winter keine Pause einlegen. Als verantwortungsvoller Halter sollte man allerdings darauf achten, dass die Katze sich nicht überschätzt und immer die Möglichkeit besteht, dass sie sich in einen geschützten Bereich zurückziehen kann. Gesunde Katzen vertragen trockene Kälte in der Regel sehr gut. Ältere Tiere, kranke Katzen und Kitten jedoch dürfen nur kurze Winterspaziergänge unternehmen. Auch nasse Kälte ist für die Samtpfoten kein Vergnügen. Wer keine Katzenklappe hat, sollte sicherstellen, dass die Katze einen warmen Rückzugsort findet. Das kann ein Schuppen, eine Garage oder eine spezielle Schutzhütte sein. Auch eine Styroporbox, wie sie beim Versand von BARF-Fleisch verwendet wird kann eine gute Schutzhütte bilden. Weitere Tipps und Anregungen hierzu finden Sie in unserem Blog zum Thema Streunerkatzen.

 

Machen Sie sich aber keine Sorgen, wenn Ihre Katze lieber daheim bleibt. Viele Katzen schatzen die Witterung einfach nicht und ziehen einen Platz in der Nähe der Heizung vor. Wenn keine anderen Verhaltensauffälligkeiten vorhanden sind, gehört Ihre Katze vermutlich einfach nur zu den Katzen, die den Winter im Haus genießen.

 

Gefahren für Katzen bei Kälte

Katzen, die keine Unterwolle haben, frieren bei Kälte. Welpen unter vier Monaten sollten Sie deshalb nicht herauslassen, wenn es kalt ist. Zudem sollten die Tiere regelmäßigen Freigang gewohnt sein, damit sie entsprechend abgehärtet sind. Diese Katzen legen im Winter auch ordentlich zu, da eine dicke Fettschicht für sie überlebenswichtig ist. Eine pummelige Katze im Winter ist also durchaus normal, wenn sie durch Eis und Schnee pirscht. Deshalb sollten Sie das Futter nicht unnötig reduzieren. Gewichtszunahmen von 1-2 Kilo sind je nach Katzengröße normal.

 

Die Pfoten von Katzen sind sehr robust. Anders als Hunde vermeiden Freigänger mit Streusalz behaftete Wege fast schon automatisch. Leider lassen sie sich nicht immer ganz umgehen. Wenn Sie merken, dass Ihre Katze mit Streusalz in Kontakt kommt, dann sollten Sie die Pfoten mit lauwarmem Wasser reinigen sobald, das Tier nach Hause kommt (nicht zu warm - Sie wissen, wie es regelrecht schmerzen kann, wenn man eisig kalte Hände mit zu warmem Wasser wäscht). Draußen in der Kälte wird zum Glück wenig geputzt. Wird das Streusalz aufgenommen, können schwere Reizungen von Magen und Darm entstehen. Denken Sie deshalb im Winter bei diesen Beschwerden an Streusalz und gehen Sie direkt zum Tierarzt.

 

Auch Frostschutzmittel, die aus Kühler und Scheibenwaschanlagen von Autos tropfen, sind eine Gefahr für Katzen. Da die meisten Mittel süßlich schmecken, können die Tiere dazu verführt werden, daran zu lecken. Hier reichen kleine Mengen, um Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Starkes Speicheln, Erbrechen, Apathie und ähnliche Symptome sind ein akutes Anzeichen, die einen sofortigen Besuch beim Tierarzt notwendig macht.

 

Pfotenbalsam für Katzen

Im Handel werden für Hunde und Katzen viele Produkte angeboten. Leider sind sie für Katzen nicht wirklich sinnvoll. Katzen neigen dazu, Pfotenschutz direkt abzuschlecken. Achten Sie also genau auf die Inhaltsstoffe. Paraffin und Petrolatum sind synthetische Inhaltsstoffe, die schwer im Magen liegen. Wenn Sie einen Pfotenschutz ausprobieren wollen, nehmen Sie etwas mit natürlichen Stoffen wie Bienenwachs und pflanzliche Öle. Beobachten Sie dabei trotzdem, wie es dem Tier damit geht.

 

Ein einfaches Rezept für ein selbst gemachtes Pfotenwachs
schützt Ihre Katze zumindest vor massiven Magenbeschwerden. Erwärmen Sie im Wasserbad dafür einen Esslöffel Bienenwachs mit einem Esslöffel hochwertigem Speiseöl, wie Olive, Mandel oder Sesam. Dazu geben Sie dann noch einen Löffel Sheabutter und Kokosfett. Diese Mischung miteinander verrühren und aushärten lassen.


Die Autorin.
Mela Stephan hat selbst 4 Katzen und einen Hund und betreibt eine private Katzen-Nothilfe.
Außerdem ist sie Autorin im Hunde- und Katzen-Blog auf www.geliebtes-tier.de
Mela Stephan - Autorin beim Hunde- und Katzen-Blog auf www.geliebtes-tier.de
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