24. Januar 2019 - Ein Platz im Herzen – ein Platz im Garten?

Ein Platz im Herzen - ein Platz im Garten? Wenn ein geliebtes Haustier gestorben ist, trauern wir wie um ein Familienmitglied. Deshalb ist es für die meisten Halter sehr wichtig, dem Tier eine würdige Bestattung zu geben. Der Tierarzt bietet zwar an, dass der Tierkörper beseitigt wird, doch diese Option ist für die meisten Herrchen und Frauchen zu schmerzhaft. Deshalb sollten Sie sich schon zu Lebzeiten Ihres Tieres überlegen, wo und wie Sie es bestatten können. Es gibt einige Möglichkeiten, die unterschiedlich teuer sind und auch unterschiedlich angesehen werden. Manche Menschen finden die Einäscherung ihres Lieblings vollkommen angemessen, während dies für andere unvorstellbar ist. Ein Grab im heimischen Blumenbeet scheint da irgendwie freundlicher, doch gilt es dabei, einige Regelungen zu beachten.

 

Wann dürfen Sie ein Haustier im eigenen Garten beerdigen?

Wichtig ist, dass Ihnen das Grundstück wirklich gehört, oder dass Sie von Eigentümer eine schriftliche Erlaubnis für die Beerdigung haben. Kleine Haustiere, vom Wellensittich bis zum Dackel, sind eigentlich immer unproblematisch. Bei einem großen Hund wird die Sache schon etwas komplizierter. Hier fragen Sie am besten bei der Gemeinde nach, welche Vorschriften für Ihre Kommune gelten. Es geht dabei um Grundwasser und ähnliche Dinge. Generell sollte das Haustier mindesten einen halben Meter tief vergraben werden. Nur so können Sie sicherstellen, dass das Tier nicht wieder ausgegraben wird. Füchse und Waschbären, aber auch größere Raubvögel neigen dazu, vergrabene Tierkörper auszugraben. Zudem sollten Sie das Tier so vergraben, dass alles gut verrotten kann. Ein Pappkarton ist ein angemessener Sarg für Ihren Liebling. Bitte geben Sie keine Decken oder Ähnliches mit dazu, die aus Kunstfasern sind. Dünne Baumwolle, wie zum Beispiel Mullwindeln, sind hingegen in Ordnung.
 

Wenn ein Tier zu groß für den Garten ist, dann bleibt die Einäscherung in einem Tierkrematorium. Davon gibt es mittlerweile sehr viele über das ganze Land verteilt. Die Bestattung der Urne können Sie dann wieder im Garten oder auf einem Grundstück des Krematoriums vornehmen. Beerdigen Sie ein Tier niemals auf öffentlichem Grund. Weder Wald noch Park sind dafür geeignet und es drohen empfindlich hohe Geldstrafen. Zudem wird der Körper Ihres Tieres dann direkt entsorgt.

 

Tipps für die Beerdigung

So schmerzhaft die Angelegenheit ist, wenn Sie Ihr Tier selbst beerdigen, so sollten Sie es richtig machen. Das Loch muss also groß genug sein und vor allem tief genug. Bauschutt und Steine können die Arbeit ordentlich erschweren. Mit einem guten Spaten und einer Spitzhacke sollte es allerdings möglich sein, ordentlich zu graben. Selbst im Winter ist dies hierzulande möglich. Der Boden ist oftmals nur in den ersten Zentimetern gefroren und kann dann ebenfalls mit der Spitzhacke aufgebrochen werden. Für eine Urne müssen Sie nicht so tief graben, für einen mittelgroßen Hund oder eine Katze sollte das Loch mindestens 80 cm tief sein. Bedenken Sie, dass das Grab mit der Zeit absackt und Sie dann Erde auffüllen müssen. Es empfiehlt sich, direkt beim Zuschaufeln die Erde wieder ordentlich anzudrücken. Ein selbst gemachtes Holzkreuz oder eine günstige Gedenktafel markieren auf Wunsch, wo Ihr treuer Wegbegleiter begraben ist.


Die Autorin.
Mela Stephan hat selbst 4 Katzen und einen Hund und betreibt eine private Katzen-Nothilfe.
Außerdem ist sie Autorin im Hunde- und Katzen-Blog auf www.geliebtes-tier.de
Mela Stephan - Autorin beim Hunde- und Katzen-Blog auf www.geliebtes-tier.de
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