4. Oktober - Welttierschutztag

Es ist wieder einmal Welttierschutztag und das ist gut so. Zu Ehren des heiligen Franz von Assisi, der als Tierfreund galt, wurde dieser Gedenktag 1929 ins Leben gerufen. So weit, so schön, doch meist sind es die Haustiere, derer an diesem Tag gedacht wird. Dabei gibt es eine Menge Tiere, die unsere Aufmerksamkeit viel mehr brauchen. Vielleicht wäre es einmal interessant, sich mit diesen Tieren zu beschäftigen, anstatt immer nur die üblichen Aktionen der Tierschützer zu betrachten.

Natürlich sind alle Aktionen wichtig, doch leider fehlen einigen Tiergruppen die passenden Lobbyisten. Auf das Insektensterben wird erst seit Kurzem aufmerksam gemacht, obwohl die Problematik schon lange bekannt ist. Massentierhaltung zugunsten niedriger Fleischpreise ist auch kaum ein Thema, obwohl viele Menschen darüber Bescheid wissen. Aber gerade der Pate, Franz von Assisi, hätte es bestimmt gern gesehen, wenn wir uns unbeachteten Tiergruppen zuwenden.

Der internationale Gedenktag soll auf das Leid von Tieren hinweisen. Tierheime bieten oft einen Tag der offenen Tür an, um die Not der Tiere sichtbar zu machen. Doch auch hier fehlen wieder die Hinweise auf Hühner in Bodenhaltung, die Schweinemast oder andere Bedenklichkeiten. Der Namenstag von Franz von Assisi sollte wirklich dazu genutzt werden, ungesehenes Leid aufzudecken. Franz von Assisi sah jedes Lebewesen als Gottes Schöpfung an und hatte deshalb Achtung vor dem kleinsten Wurm.

 

Tierleid unter der Lupe

Fängt man erst einmal an, darüber nachzudenken, ergibt sich eine ellenlange Liste an Tieren, die unnötig leiden. Fast jeder Mensch behauptet von sich, ein Tierfreund zu sein. Doch fragt man genauer nach, wird schnell klar, dass nicht jedes Tier damit gemeint ist. Häufig werden nur die Tiere geliebt, die niedlich sind und dem allgemeinen Geschmack entsprechen. Das Fleisch auf dem Teller oder in der Dose für den vierbeinigen Liebling fällt nicht darunter. Auch die sogenannten Schädlinge haben eine denkbar kleine Lobby. Selbst Nützlinge wie Wespen müssen ständig mit Angriffen durch Insektenvernichtungsmittel rechnen. Mir würde es gefallen, wenn wir alle am Welttierschutztag einmal hinterfragen, ob wir nicht etwas für die Tiere machen können, die eben keine Beachtung finden. Ob es nun das anonyme Schwein ist, welches den Sonntagsbraten liefert, oder ob es die Silberfische sind, die das Bad bevölkern. Jeder Mensch kann im Kleinen anfangen, Tierleid zu verringern. Wespennester müssen nicht immer gleich zerstört werden, auch Gifte sollten wir uns zweimal überlegen. Was hindert einen echten Tierfreund daran, die ungeliebte Spinne nicht einzusaugen, sondern rauszusetzen?

Erst wenn auch in diesen Randbereichen ein Umdenken stattgefunden hat, ist ein Welttierschutztag wirklich ein Erfolg.

 

Die Autorin.
Mela Stephan hat selbst 4 Katzen und einen Hund und betreibt eine private Katzen-Nothilfe.
Außerdem ist sie Autorin im Hunde- und Katzen-Blog auf www.geliebtes-tier.de
Mela Stephan - Autorin beim Hunde- und Katzen-Blog auf www.geliebtes-tier.de
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Das Bild zeigt eine Cartoon-Schlange, die große Augen macht.

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